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Meist sind es Zufälle, durch die man von angebotenen Druckerpressen oder Schriften hört.

Zum Beispiel die FAG Andruckpresse. Im Jahr 1997 war ich mit der Typographischen Gesellschaft München auf einer Studienreise in Verona. Im Bus saß ich neben einem Schriftsetzer – Toni Siessegger aus München –, der diesen Beruf zwar nicht mehr ausübt, aber noch immer gern einige Zeilen im Handsatz setzte. Und zu diesem Zweck ein paar Schriftkästen und eine FAG Andruckpresse besaß. Nach einem Wohnungswechsel war plötzlich kein Platz mehr dafür; und er erinnerte sich an mich. Im Winter 1999 übersiedelte alles von München nach Gloggnitz.

Oder die »Deutsche Handpresse«. Kurt Zein – Werkstatt für handgedruckte Originalgraphik in Wien – besaß eine wunderschöne Kniehebelpresse. Seine Werkstatt ist zwar recht groß, doch der Platz zur Archivierung der Originalgraphiken wurde zu klein. Deshalb beschloß er die Presse zu verkaufen. Durch Zufall erfuhr ich davon, und schrieb ihm – mit wenig Hoffnung, daß ich mir diese Presse leisten würde können. Aber Kurt Zein lud mich ein, und wir sprachen nicht über Geld. Sondern über die Freude am Beruf und die Schönheit der Drucke. Zum Schluß erwähnte er fast nebenbei, daß er für die Archivierung der Originalgraphiken Planschränke brauchen würde. Und das war auch der Preis für die Handpresse. Und wir waren beide zufrieden.

 

Technische Daten der Pressen:

»Deutsche Handpresse« (ca. 1880), Kniehebelpresse für Druckformate
ca. 600 x 800 mm.

FAG Standard AP 550 (ca. 1960), Zylinder-Abziehpresse mit verstellbarem Fundament. Druckfläche maximal 375 x 500 mm. Papierformat maximal 380 x 530 mm.

Transport der FAG-Andruckpresse ...
... und an Ihrem Standort in der PoliphilusPresse
Abbau der »Deutschen Handpresse« bei Kurt Zein ...
... und an Ihrem Standort in der PoliphilusPresse
 
     
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